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Stoev im Interview mit der Zeitschrift "Bulgaren in Österreich"

Interview - Über Kunst, Kulturaustausch und soziales Engagement
Im Gespräch mit Dr. Stefan Stoev, Gründer und Vorstandsvorsitzender der IDEA Society (Society for International Development and Enhancement of Arts)
www.idea-society.org


Stoev Interview (DE/BG) PDF Format 956KB - Download


Stefan Stoev ist von seiner akademischen Ausbildung her Ökonom, Philologe und Philanthrop. Er ist mehrere Jahre lang als Unternehmensberater im internationalen Umfeld tätig gewesen. Stoev war 2004/2005 auserwählter österreichischer Gedenkdienstleistender am United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC. Darauf wurde er in den Vorstand der Trägervereinsorganisation in Österreich gewählt. Heute leitet Stoev das
Finanzwesen eines internationalen Produktionskonzerns. Soziales Engagement ist für Stefan Stoev ein Anliegen von größter Bedeutung, dass er in seinen alltäglichen Aufgaben selbst mehrseitig einbringt und unterstützt
.

 

Hr. Stoev, wofür steht der Kulturverein IDEA Society und was sind die Ziele seiner Tätigkeit?


Stoev: Der Kulturverein IDEA Society, ist aus einem internationalen Freundeskreis, der sich schon vor mehreren Jahren gebildet hat, heraus entstanden. Die Grundidee, oder der Grundbaustein, wenn man das so nennen möchte, der IDEA Society ist der interkulturelle Austausch. Wir sind bemüht Künstler aus aller Welt zu vernetzen und für gemeinschaftliche Projekte zu begeistern. Das Pangaea Projekt, dass wir für einen karitativen Zweck für UNICEF vor kurzem angekündigt haben, ist ein vorbildliches Beispiel für unsere Tätigkeit. Die Begeisterung für dieses Projekt, die sich in unzähligen Briefen an uns aufzeigt, beweist dass Künstler und Kunstinteressenten an derartigen Initiativen größtes Interesse haben.

Welche Arten von Künstlern gehören zu Ihrer Zielgruppe?


Stoev: Alle! Wir sind hierzu bemüht keine Grenzen zu setzen. Zum Großteil sind unsere laufenden Projekte zwar auf die Bildenden Künste ausgerichtet, doch wir beabsichtigen uns in Zukunft auch in der gesamten Breite und Tiefe der Schönen Künste zu betätigen.

Welche Bedeutung hat der Standort Österreich für den Kulturverein IDEA Society?


Stoev: Österreich ist ein weltweit anerkanntes Kulturzentrum. Ich kann mir keinen passenderen Ort für die Etablierung unseres Kulturvereins vorstellen. Worum wir uns auch auf der anderen Seite bemühen, ist es den Kulturstandort Österreich auch in der zeitgenössischen Kunst zu behaupten. Österreich liegt im Herzen Europas. Wien ist die Begegnungsstätte von westlichen und östlichen Kulturen die die artistische und die kulturelle Stadtszene füllen und bereichern. Die Gegenwart stellt Wien und die anderen Großstädte Österreichs, wie Salzburg, Graz und Linz, vor der Herausforderung, sich in eine neue Dimension zu begeben und sich in ihr zu positionieren. Der Zugang zur gegenwärtigen Kunst und der Umgang mit ihr spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

Wie beschreiben Sie Kunst?


Stoev: Im Allgemeinen wird die Kunst als eine schöpferische Tätigkeit der Natur im Menschen bezeichnet. Sie entspringt einem Grundtrieb des Menschen und ist seit Urzeiten eines seiner wichtigsten Ausdrucksmittel. Pablo Picasso soll auf diese Frage mal geantwortet haben: „Wenn ich nur wüsste was Kunst ist, würde ich sie für mich behalten“! Für mich ist die Kunst ein unpragmatisches Phänomen, das keiner Logik unterliegt und keine Grenzen kennt. Jeder konsumiert sie auf seiner Weise und weiß nicht warum! Kunst ist ein Luxusgut zu dem sich der Mensch um materiellen und geistigen Zugang bemühen muss.

Welcher Stellenwert hat Kunst in der Gesellschaft?


Stoev: Die Gesellschaft spiegelt sich in der Kunst und die Kunst in der Gesellschaft. Diese Beziehung verleiht der Gesellschaft ein Gesicht und
Ausdruck nach außen. Der laufende Diskurs ist vielseitig, unkonsistent und zeigt die bunte Gesellschaft auf.

Kunst als Kommunikationsmittel?


Stoev: Die Kunst in ihrer Vielseitigkeit kann als ein sehr effizientes Kommunikationswerkzeug gelebt werden. Für den komplexen Kulturaustausch
und für die Verständnisschaffung zwischen den verschiedenen Ländern und Kulturgruppen, ist Kunst vielleicht das schönste Mittel. Die Kunst ist in der Lage Kulturmerkmale vereinfacht zum Ausdruck zu bringen, die auf einer sonstigen Weise schwer zu vermitteln wären.

Kunst und soziales Engagement?


Stoev: Beides verbindet der geistige Mehrwert! Kunst und soziales Engagement bersteigen das rationale Handeln. Wir haben in unserer internationalen nitiative, die den Namen des Ursprungkontinentes Pangaea trägt, diese beiden Phänomene miteinander verknüpft, um damit einen starken Akzent zu setzen nd die Kunst zur interkulturellen Verständnisschaffung und als ozialförderungsmittel einzubringen.

Sie haben das Projekt Pangaea angesprochen, dieses klingt nach einem sehr großen Vorhaben. Wie planen Sie dieses umzusetzen?


Stoev: Pangaea ist tatsächlich ein gewaltiges Vorhaben, das viele Ressourcen und organisatorisches Talent erfordert. Deshalb haben wir dafür auch einen Zeitraum von drei Jahren vorgesehen. Die erste Phase hat schon vor einigen Monaten begonnen und ich kann dazu sagen, sie ist ein voller Erfolg, der uns viel Wind in die Segel gesetzt hat. Bis dato haben wir bereits Partnerschaften zu Kulturinstituten und Gemeinschaften in über 20 Ländern erschließen können und wir nehmen weiterhin laufend Dialog zu neuen renommierten Kulturorganisationen auf. Diese Partnerschaften ermöglichen uns den Zugang zu den Künstlern vor Ort und verhelfen uns bei der Umsetzung unseres Projektes. So stellen wir die Qualität der Künstler und die Kommunikation mit ihnen sicher.

Dieses Projekt braucht sicherlich Ressourcen, wie planen Sie die notwendigen Mittel sicherzustellen?


Stoev: Das Projekt ist aufwendig, deshalb haben wir es auch in einer Vielzahl von Kleinprojekten untergliedert. Wir sind, wie jeder andere Verein auch, auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Deshalb haben wir bei dem Pangaea Projekt versucht ein attraktives und transparentes Modell für potentielle Sponsoren aufzustellen. Bei dem Pangaea Projekt geht es darum, dass wir Künstler beauftragen ein thematisches Bild zu malen, das im Jahr 2011 in einer Ausstellung in Wien, wo die Endveranstaltung des Projektes stattfinden soll, ausgestellt wird. Das Thema lautet “Unsere Gesellschaft von heute und morgen”. Die Kuratoren bei unseren Partnern und auch diese bei der IDEA Society stellen die Qualität der Künstler sicher. Dabei werden sowohl arrivierte als auch junge Künstler in Betracht gezogen. Die ausgewählten Künstler werden dann den potentiellen Sponsoren vorgestellt. Bezüglich Sponsoren richten wir uns an Museen, Galerien, aber auch an Unternehmen und an Privatpersonen. Die Sponsoren tragen die Akquisitionskosten für die Bilder und bekommen dafür die Eigentumsrechte für die beauftragten Bilder. Weiters werden sie auch auf Wunsch in Medien vorgestellt, die das Projekt über seine gesamte Dauer begleiten werden. Für Museen, Galerien und Kunstsammler ist das eine Gelegenheit, um an Gegenwartskunst aus allen Ecken der Welt zu gelangen und für Unternehmen ist das eine Möglichkeit um sich einen Medienauftritt über die nächsten drei Jahre zu sichern.

Es scheint ein abgerundetes Konzept zu sein zu dem wir Ihnen viel Erfolg wünschen!


Stoev: Danke! Über die weiteren Entwicklungen des Pangaea Projektes und über aktuelle Informationen zu anderen Initiativen der IDEA Society können Sie sich jederzeit auf unserer Webseite www.idea-society.org informieren.